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  • Berliner HP Fachschule

Wenn der Kopf das Herz nicht erreicht

Vom Kampf zu wissen, aber nicht danach handeln zu können



Wenn ein Mensch vom Kopf weiß was er verändern möchte, es aber nicht gelingt, da das Gefühl dazu nicht stimmig bzw. blockiert ist, was ist zu tun?


Dieser Frage möchten wir mit dem Video näher auf den Grund gehen.


Durch verdrängte Gefühlswelten und über ein Leben lang entwickelte Kompensationsmechanismen, die sich sehr unterschiedlich ausdrücken können, ist der Zugang zum eigenen Gefühl verschüttet. Als Körper-Seele-Geist-Wesen „funktionieren“ wir nur so gut, wie die Kommunikation zwischen diesen Ebenen, die uns ausmachen und die wir alle zum Leben brauchen, funktioniert.


Traumatische Erlebnisse und dann auch noch im Entwicklungsalter erzeugen Defizite, pathologische Hemmungen und die eigene Gefühlswelt ist entsprechend manipuliert worden. Der Mensch hat sich unter dieser Gewalteinwirkung, wodurch ein Trauma erzeugt wird, von sich weg entwickeln müssen.


Die Seele schützt sich und die Ratio und die mentale Kraft übernimmt irgendwann immer stärker, um den Schutz aufrecht zu erhalten. Man kann also sagen, dass später im Erwachsenalter für die Aufarbeitung eben jener Schutzmantel, den wir auch durch die mentale Kraft, die tragischer Weise auch oft von TäterInnen für sich ausgenutzt wurde und vielleicht die einzige Möglichkeit war Anerkennung und Lob zu erhalten, ein Stück weit aufgegeben werden muss, um die Gefühlsebene erreichen zu können.


Es ist die "innere Kind Arbeit", die zu leisten ist und da der Mensch natürlich realisiert erwachsen geworden zu sein, läßt sich diese Ebene für ihn nicht mit seinem Alltag vereinbaren und er fühlt sich überfordert.

Aufgewachsen in einer von Gewalt durchzogenen Welt, wozu auch und gerade die emotionale Gewalt gehört, nicht gelernt oder sogar verboten bekommen über unsere Gefühle, Bedürfnisse und Wahrnehmungen zu sprechen, geschweige denn über schwerwiegende Traumatisierung. Unter größten Verletzungen wurde ein traumatisierter Mensch dazu gebracht das Leben und die Gefühlswelten seiner TäterInnen anzunehmen, wollte er in dem Abhängigkeitsverhältnis überleben, in dem er als Kind und Heranwachsender stand. Diese Abhängigkeit von einst, gekoppelt mit den entsprechenden, gewaltvoll produzierten Manipulationen versperren ihm bis zur Auflösung, dieser unter höchstem Druck und größter Angst hervorgerufenen Schutzmauer, den Zugang zu sich selbst.


Die daraus entwickelten Kompensationsmechnismen und Blockaden gilt es nun zu erkennen, um sie aus dem heutigen Bewusstsein heraus verändern zu können und selbstbestimmt handeln und leben zu können.