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  • Berliner HP Fachschule

Seelenwellness

Von der Anerkennung der eigenen (Seelen-)arbeit und des Selbstwertes



Gerade im Bereich der Arbeit mit dem Unterbewusstsein und im Bereich Trauma ist dies ein besonders schwerer Prozess. Vor allem weil die meisten Menschen den Bezug zu ihrer Seele, also der Gefühlswelt und Sensibilität in uns, verloren haben. Beschäftigen wir uns in der Ursachenforschung doch eben mit jenen schmerzhaften Gefühlen, die uns eher Stress bereiten, die unter größten Ängsten verdrängt wurden.


Öffnet der betroffene Mensch sich wird er allerdings auch Erleichterung empfinden können, die nicht immer direkt zugelassen werden kann. Hier ist es wichtig nachzuspüren und dem inneren Erfolg und der Leistung Raum zu geben.


Traumatisierte Menschen haben durch ihre Lebenserfahrungen ein negatives, ungenügendes Selbstbild von sich und große Schwierigkeiten Erfolge und eigene Leistung wahrzunehmen. Dieses Bewusstsein muss neu erlernt werden, Prioritäten und Bedürfnisse neu gesetzt und wahrgenommen werden.


Sich mit den verborgenen Gefühlswelten von Entwicklungstraumata zu beschäftigen kostet enorm viel Kraft, da die jahre- und oft jahrzehntelang aufgebauten Mauern der Verdrängung und der Verbote Stück für Stück abgebaut werden müssen. Ein innerer Prozess, der den Betroffenen oft gar nicht wirklich bewusst ist.


Vergleichsweise kann man hier den Besuch der Therapiestunde, der Selbsthilfegruppe oder auch bestimmte Herausforderungen im alltäglichen Leben, auf einen Besuch im Fitnessstudio übertragen, bei dem der Körper trainiert und optimiert wird. Nach dem Sport und der Kraftanstrengung braucht der Körper eine Pause oder auch Wellness, um sich einerseits zu regenerieren und andererseits den Nachbrenneffekt gut für sich ausnutzen zu können, so dass der Organismus sich gesund verändern kann. Etwas vereinfacht ausgedrückt, aber auch auf die Seele umzulegen.


Wir brauchen die positive Ruhe, das Erfolgserlebnis, das Lob und damit ein Belohnungssystem, um uns und unserem inneren Kind das Gefühl von Glück, Anerkennung, Sicherheit, Wert und Halt zu geben. Uns zu zeigen, dass wir heute selbst für uns verantwortlich sind und dazu gehört auch zu leben, zu genießen und uns positive Erfahrungen und Erlebnisse zu verschaffen. Arbeit und Erfolg sind oft mit Härte und Leistung verknüpft und auch hier eher negativ besetzt. Ruhepausen werden mit Faulheit und Schwäche assoziiert und auch Glaubenssätze wie: "Eigenlob stinkt" u.ä. sollten gerade bei Traumaarbeit aus unserem Gedanken- und Gefühlsgut verschwinden.


Denn sich den tiefsten Tiefen seines Unterbewusstseins zu stellen, die Herausforderung anzunehmen, vor der sich die meisten Menschen scheuen und Tabus erzeugt werden, ist mehr als groß und ist die Chance sich selbst und uns als Menschheit weiterzuentwickeln.