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  • Berliner HP Fachschule

Loslassen, um weiter zu gehen

Wie inneres Festhalten uns blockiert



Loslassen im Außen fällt vielen Menschen leichter, als das alles entscheidende innere Loslassen. Denn auch hier leben wir mehr über unsere äußeren, sichtbaren Maßstäbe und unterschätzen, vergessen oder setzen sie sogar mit der inneren Bedeutung gleich.

Auch in unser Gedankenwelt spiegelt sich das Festhalten wider, in dem wir beispielsweise an unseren alltäglichen und beruflichen Gedanken auch im Urlaub, am Wochenende und in Pausen festhalten und wieder und wieder über sie nachdenken. Erwartungshaltungen und auch psychischer, verdrängter Stress macht sich darüber bemerkbar und es geht soweit, dass wir natürlich auch hier ein Kompensationsmittel für die eigentlichen, tiefliegenden Bedürfnisse, die wir darunter weiter verschütten - nicht wahrnehmen.

Die Spirale dreht sich also weiter und weiter, der Stress wird psychisch, mental und auch körperlich immer größer. Unser Blickfeld engt sich immer mehr ein und wir steigern uns in eine Verkrampfung, so dass sich die nötige Pause und Entspannung nicht einstellen kann. Wir sehen den Wald vor Bäumen nicht und fordern unserem Nervensystem ein Maximum ab und sind gleichermaßen erschöpft und fahren am Limit im Lauf der Zeit. Menschen werden starr, depressiv und frustriert, da Ihnen die Leichtigkeit, die Offenheit, der Mut und das Vertrauen in sich ihre Fähigkeiten und das Leben fehlt und Ängste finden Nährboden.

Traumatisierte Menschen leben nahezu ständig in diesem Kreislauf, im Kampf mit Vergangenheit und Gegenwart und brauchen die Mitte zwischen wahrnehmen, bearbeiten und dem anschließenden lösen und lassen, um Veränderung und Transformation möglich werden zu lassen.

Das Erlernen der inneren Ruhe, dem Zulassen und dem Vertrauen in sich selbst ist der Weg zu gesundem Selbstbewusstsein und -sicherheit. Die innere Trennung zwischen Vergangenheit und Gegenwart für eine verbesserte Zukunft. Es ist das "Risiko" vor unplanbaren Lebenssituationen beim "Los und -lassen" gefordert und das Vertrauen in das Leben selbst in seiner Beweglichkeit und Dynamik.

Hier die Ängste durch die neugewonnene Selbstsicherheit und auch den Mut und die Neugier in das Leben und seine eigene, damit verbundene Weiterentwicklung ist das Ziel. Erfahrungsgemäß geschieht es bei der Entscheidung für sich selbst und dem beschreiten des eigenen, wenn auch noch unvertrauten und damit unbekannten Weg, auf geradezu magische Weise, dass sich Hilfe und ungeahnte Möglichkeiten im Leben ergeben, die den Menschen tragen und geradezu beflügeln.

Ein ungeschriebenes Gesetz des Lebens, welches sich immer wieder in den kleinen und großen Entscheidungen für sich selbst unter Beweis stellen läßt.