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  • Berliner HP Fachschule

Die Arbeit an sich selbst

Von dem was ein betroffener Mensch selbst für sich tun und was ihm auch kein HelferIn abnehmen kann.


Die Aufarbeitung und das Erkennen der Zusammenhänge wie es zu der ausgebildeten Erkrankung und den Spätfolgen unterschiedlichster Art kam, die eine Traumatisierung nach sich zieht, bedeutet "Arbeit an mir selbst".


Es ist das Bewusstsein und der Zugang zu den verdrängten Gefühlen. Selbstverständlich braucht es kompetente Hilfe im Außen, da die gestörte Wahrnehmung von sich selbst und dem Leben, durchzogen von Introjekten ist und das Leben sich zumeist in eine Richtung entwickelt hat, welches durchzogen mit Wiederholungen des Dramas von einst ist.

Der betroffene Mensch ist gefordert, beginnend vom jetzigen Zeitpunkt seines Lebens, zurück zu schauen, wie sein Leben sich, angefangen von der Ursache, dahin entwickeln konnte, wo er derzeitig steht. Vieles ist zumeist vom Verstand logisch, jedoch spricht unser Gefühl oft eine andere Sprache, was den großen inneren Konflikt, der zu Spannungen und damit zu körperlichen Erkrankungen und Problemen im Leben führt, erklärt.


Die nötigen Veränderungen im Außen helfen nur bedingt, denn die Verletzungen auf der Gefühlsebene, können nur auf dieser Gefühlsebene bearbeitet, gelindert oder auch geheilt werden. Dies ist die Arbeit an sich selbst, die jeder Mensch nur für sich selbst und ganz aktiv, in seinem Rhythmus leisten kann, um das Gefühl und die Wahrnehmung der eigenen Entscheidungsgewalt als heute erwachsener und freier Mensch spüren und erleben zu können.


Der Verdrängungsmechanismus, der das innere Kind und uns als Erwachsene, vor dem Kollaps schützen soll, steht uns hierbei gleichermaßen im Weg, da wir nur durch Öffnung und bewusstes Erleben der Gefühle, den Zugang zu uns selbst wiedererlangen können. Hier ist es sehr wichtig, zusammen mit fachkompetenter Hilfe, bewusste Ventile zu schaffen, um zu sehen, dass wir die Gefühlswelten, die uns so ängstigen ohnehin die ganze Zeit in uns tragen und das Risiko der unbewussten und damit unkontrollierten Konfrontation, viel größer und beängstigender ist. Sie sind aus der Wahrnehmung des inneren Kindes unerträglich.


Wir als Erwachsene realisieren jedoch gleichzeitig, dass wir es längst überlebt haben und es vergangen ist, was den krankmachenden Konflikt erklärt. Wohl eines der wichtigsten Gefühle, die ein traumatisierter Mensch in seinem Leben braucht, um sich vor ihn weiter schädigenden Kompensationsmechanismen und Strukturen schützen zu können.