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  • Berliner HP Fachschule

Wenn der Körper streikt

Wenn Entwicklungstrauma durch die verdrängte, gestaute Gefühlswelt den Menschen so krank macht, das nichts mehr geht.

Kürzlich wurde die Frage gestellt, was tun, wenn durch die traumatischen Erfahrungen der Körper gänzlich zu streiken scheint oder die Erkrankungen schon ein mehr als Ernst zu nehmendes Ausmaß angenommen haben.

Diese Frage soll Thema des heutigen Videos sein.

Denn fest steht, dass eine traumatische Erfahrung in unserem Schwerpunkt des Entwicklungsalters, sich eine oft erschreckend lange Zeit im Leben eines betroffenen Menschen verdrängen läßt, sich jedoch hierdurch verstärkt körperlich zeigen wird.

Ein echtes Entkommen ist nicht möglich, auch wenn das Herz es sich noch so sehr wünscht.

Das heißt ein durch Trauma körperlich erkrankter Mensch drückt sein Leid, das trotz allem latent seelisch und geistig spürbar ist, über die Schmerzen und die Erkrankung aus. Nun den Weg zu sich zurück zu finden ist die Herausforderung und die Aufgabe in der Aufarbeitung bzw. der Therapie.

Inwieweit eine Linderung und oder gar eine Heilung möglich ist, hängt natürlich von der individuellen Erkrankung und den Rahmenbedigungen ab und ist nicht voraussehbar oder zu versprechen.

Jedoch zeigt die Erfahrung, dass durch die Arbeit an den verdrängten Gefühlen, indem ein konstruktives Ventil aus dem erwachsenen, heutigen Bewusstsein gefunden wird, ein kontrolliertes, bewusstes Leben des seelischen Leides, der gestauten Wut und der Verzweiflung aus der vergangenen Zeit Linderung möglich werden kann und in einigen Fällen auch Symptomatiken verschwinden können, wenn sie noch reversibel und nicht zu weit fortgeschritten sind.

Es lohnt sich also immer und es ist nie zu spät sich wieder für sich selbst zu öffnen, um nicht weiter mit dem Leid allein zu bleiben und an den Folgen innerlich zu "ersticken" und weiter den Weg der Erkrankung zu gehen.


Schreibt gerne Eure Erfahrungen in die Kommentare.