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Wenn Betroffene glauben den TherapeutIn schützen zu müssen

Wie sich Betroffene aus dem Trauma heraus zurücknehmen, projizieren und gleichzeitig ein sehr feines Gespür für Gleichgesinnte haben.





Aus dem Trauma heraus bewegen sich Betroffene von Entwicklungstrauma auf der Ebene, dass ihnen nicht geglaubt wird, sie nicht reden dürfen, sie für verrückt gehalten werden und im schlimmsten Fall in der Psychiatrie landen und auf ewig verdammt und mundtot sind. Selbst wenn Täterkontakte abgebrochen sind, leben diese Täterintojektionen in ihnen weiter und die gesetzten Blockaden und Verbote werden sich erst mit neuen positiven Erfahrungen nach und nach auflösen können. 


In der Hilfelandschaft sieht es in dem Bereich Entwicklungstrauma aus unterschiedlichen Gründen ohnehin eher mäßig aus, so dass ein Hilfesuchender froh ist überhaupt einen Ort zu haben an dem er sich über sein Verhalten und akute Herausforderungen des Lebens mitteilen kann. Die Ursache seiner Probleme ist jedoch oft nicht im Fokus der Therapie, wenn er noch nicht gelernt hat eine Sprache dafür zu finden und den Mut, das Unaussprechliche aussprechen zu wollen. 

Wie bei allen zwischenmenschlichen Beziehungen, sind es beide Seiten, die über den Erfolg, ob sich eine Vertrauensbasis aufbauen kann, entscheiden. 


Die Projektion auf den TherapeutIn, er oder sie könne so wie TäterInnen es prophezeit haben oder sogar selbst ähnlich wie sie reagieren, ist eine fatale Blockade in der Therapie  und bietet dem Betroffenen einen Psydoschutz hinter dem er sich verstecken kann. 

Ein guter TherapeutIn wird diese Blockade selbstverständlich erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln.


Jedoch kann diese Projektion natürlich auch zum Ende des gemeinsamen Weges führen, da eine Zusammenarbeit nicht möglich ist.


Kommunikation und zwischenmenschliche Beziehungen sind natürlich immer von beiden Seiten abhängig. Jedoch kann Hilfe nur auf Nährboden fallen, wenn der Wunsch nach Veränderung besteht und der Mensch in sich die nötigen Konsequenzen bereit ist zu tragen, um sich und sein Leben zu verändern. 


Sollte es aus persönlichen Gründen des Helfers nicht mehr möglich sein miteinander zu arbeiten, ist es natürlich wichtig gemeinsam nach Alternativen zu suchen und so offen wie möglich zu besprechen.


Näheres findet Ihr natürlich im Video.


Euch gefällt der Umgang mit der Thematik und Ihr möchtet gerne mehr darüber wissen und Euch vielleicht beruflich daraus etwas aufbauen? Dann schreibt gerne unter: info@berliner-heilpraktiker-fachschule.com