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Seele und Körper - eine besondere Verbindung



Seele und Körper

Wieviele Menschen haben die Verbindung zwischen ihrer Seele und ihrem Körper verlernt, auf sie zu achten, auf sie zu hören und damit auf sich selbst?

Unser Körper ist das Zuhause unserer Seele. Dadurch sollten wir ihm eine ganz andere Aufmerksamkeit schenken, als diesen nur "funktionstüchtig" halten zu wollen. Hören wir auf unseren Körper, so verstehen wir durch ihn unsere Seele und ihre Empfindungen besser - oder überhaupt!


Hand auf´s Herz:

Wie erst nehmen Sie Ihre Gefühle und hören auf Ihre Intuition? Trauen Sie sich? Hören Sie auf Ihren Magen, wenn er meldet Sie haben Hunger oder sind satt? Trinken Sie wenn Sie Durst haben? Gehen Sie mit sich so um, wie Sie es von Ihrem Umfeld erwarten und umgekehrt? Haben Sie für sich ebenso großes Verständnis, wie für einen geliebten Mitmenschen? Geben Sie sich soviel Liebe, Geborgenheit und Zuversicht, wie Sie es für andere im Stande sind?

Dabei ist dies so wichtig, denn die Seele ist doch die tiefgründige Kraft, die uns aus macht, die uns fühlen und lebendig werden läßt. Sie ist das was uns mit anderen Menschen und Lebewesen verbindet, die uns durch unser Leben leitet und diesem einen Sinn gibt.

Und wenn wir ehrlich sind wissen wir selbst am Besten, dass unser Kopf nicht unsere Welt regiert, oder? :)


Seele und Körper - eine besondere Verbindung

Die Verbindung zwischen unserer Seele und unserem Körper ist die, die uns unmissverständlich auf unsere Innenwelt hinweist. Es ist die einzigartige, sensible Verbindung zwischen dem Körper und unserer Gefühlswelt, die uns aus macht.


So kann man sagen, dass unser Körper, der den Tempel für unsere Seele bietet, den Spiegel unser Gefühlswelt darstellt.


In dieser Zeit, in der viele Menschen auf gesunde Ernährung, ein ökologischeres und nachhaltigeres Leben und damit bewussteres Leben achten, stellt sich die Frage: wie sieht es da mit dem Blick in die Innenwelt aus?

Stimmt hier die Balance zwischen Energieaufnahme und -abgabe? Pflege ich meinen Körper, meine Seelenwelt und hege beides mit gesunder Energie? Ist mir meine eigene Verantwortung mir selbst gegenüber bewusst und wieviel Zeit des Tages lenke ich mich von mir selbst ab?

Möchte ich die Welt verändern, ist aller Anfang bei mir selbst.


Wir haben Angst vor uns selbst und sind durch und durch Weicheier!


Stress bestimmt zu großen Teilen unser Leben, sei es durch die Arbeit, die Familie oder durch inneren Stress, der durch verdrängte Bewusstseinsinhalte in einer traumatischen Erfahrung unbewusst arbeitet. Natürlich koppeln sich hier gerne unterschiedlich Stressfaktoren, da am Beispiel Arbeit schnell deutlich wird, wie gerne dieses Feld als Kompensation herhalten muss, um nicht auf die sich nach oben drängenden Gefühlswelten, die einem jetzt gerade nicht in den Kram passen zu treffen. Wir Menschen sind Großmeister im Verdrängen und Flüchten vor uns selbst, was in Anbetracht der sensiblen Verbindung zwischen Seele und Körper auch die Psychosomatik erklärt - denn der Mensch wird aus der Angst vor seiner Vergangenheit krank. Unser Sein besteht aus Funktionieren und wir gaukeln uns mit unserem Kopf vor, dass wir Kontrolle über unser Leben haben und oftmals ist es zu spät und die Zeit fehlt, um das Leben zu leben, was einem wirklich am Herzen gelegen hätte.

Werde der Mensch, der Du bist! - C.G. Jung

Gerade wenn wir aus der Verhärtung und Verrohung, die zumeist durch Prägung und der sich daraus resultierenden Lebenserfahrungen entstanden ist, vor neuen Verletzungen schützen möchten, sagt das doch sehr viel über unsere eigentliche Daseinsform aus: wir sind alle, kleine, große Sensiblinge, die versuchen auf die für sie beste Art durch ihr Leben zu kommen, sich etwas aufzubauen und ihr Glück zu finden. Im Grunde unseres Herzens wissen wir, für unser wirkliches Wohlbefinden, die innere und damit auch äußere Zufriedenheit, ist unsere Gefühlswelt verantwortlich.

Unserer Seele, die sich unserer Verstandesebene entzieht und sich nicht kontrollieren lässt und ist diejenige, die uns Leben einhaucht.


Interessant ist, dass sich viele unserer bekannten Redewendungen darauf beziehen:

"Liebe geht durch den Magen"

"Das muss ich erst mal verdauen"

"Das Herz rutscht einem vor Angst in die Hose"

"etwas verschlägt einem den Atem"

"Luftsprünge vor Freude machen"

"etwas steigt einem zu Kopfe"

"einem schnürt sich der Magen zu"

uvm.


Sie verdeutlichen einen Gefühlszustand der eine körperliche Reaktion verursacht. So leben wir alle tagtäglich damit, dass unser Körper als eine Art "Sprachrohr der Seele" fungiert.

Kinder spüren diese Gefühle und gehen ihnen in der Regel nach, zeigen und leben diese. Als erwachsene Menschen verlernen viele von uns dieses oder sehen keinen Raum in ihrem Leben dafür. Der Verstand ist ausgeprägter, als in jungen Jahren und es wird mehr Gewicht und Wert auf diesen gelegt. Wir lernen "vernünftig" zu sein, allerdings erlernen wir meist keinen vernünftigen Umgang mit unseren Gefühlen, wie z.B. Angst, Wut, Trauer, Zweifel. Diese bleiben viel zu oft unbearbeitet und noch schlimmer: wir ignorieren, verdrängen, unterdrücken und rationalisieren diese. Darunter leidet die Seele und steigt dann der innere Druck dieser, so werden wir krank und müssen uns "gezwungener Maßen" unseren Gefühlen widmen.


Der Trotzkopf des Menschen

Oft verändern sich die Prioritäten erst, wenn der Mensch ernsthaft krank ist und erkennt, sein Leben braucht eine echte, nachhaltige und drastische Veränderung. Wir Menschen neigen dazu erst unter Schmerzen zu lernen und uns zu verändern.


Merken Sie was?

Klingt nach dem Satz, den viele von uns als Kinder mit Schrecken verbinden:

Wer nicht hören will, muss fühlen. Hier sehen wir, wie wir unbewusst solche negativen Verhaltensweisen uns selbst gegenüber wiederholen. Jedoch ist dieser Satz bezogen auf die wieder aufzubauende Verbindung zu sich und seiner Gefühlswelt nicht ganz uneigennützig anwendbar. Denn er kann der Prophylaxe dienen, wenn wir aus alten Erfahrungen lernen wollen. Wir alle können sicher die ein oder andere Begebenheit erinnern in der wir krank wurden, weil wir nicht zuvor auf die Warnsignale unserer Gefühlswelt und schließlich unseres Körper gehört haben.


Ein Beispiel: Rekapitulieren Sie an dem Beispiel einer Erkältung.

Kennen Sie das, dass Sie sich zuvor körperlich oder auch geistig schon erschöpft fühlen, aber dennoch weiter machen wie bisher?

Es gibt noch keine Erkältungssymptome und Sie merken, wie Ihnen die Überforderung die ersten Anzeichen von Pause suggeriert. Der Kopf brennt womöglich, es gibt eventuell Anzeichen von Schwindel, Ermüdung und andere Symptome, die uns in unserem Tun verlangsamen, wie Konzentrationschwäche und anderes. Aber, wie sind gute Arbeitnehmer, pflichtbewusst und als Selbstständige um so ehrgeiziger und machen brav weiter. Von nichts, kommt nichts, nicht wahr? Es geht schon, schließlich sind wir nicht krank.

Mit dieser Selbstschwächung schwächen wir unser Immunsystem und Erkältungserreger oder auch andere Erreger kommen früher oder später leichter durch die halbstarke Abwehr hindurch.

Ich denke, dies haben wir alle schon das ein oder andere Mal erlebt.

Nun ist die Frage lernt man aus seinen Erfahrungen? Und ja, dieses scheinbar harmlose Beispiel läßt sich selbstverständlich auch auf ernstere Erkrankungsbilder, wie das Magengeschwür, welches zur Krebserkrankung mutieren kann, umlegen.


Die Erfahrung zeigt:

Entweder Du öffnest Dich bewusst für Dich und Deine Vergangenheit oder das Leben öffnet Dich für sie auf unkontrolliertem Weg.


Erinnern wir uns:

Der Körper spiegelt unsere Seelenwelt und damit unsere verarbeitete und auch unverarbeitete, verdrängte Lebenserfahrung wieder. Menschen, die sehr oft und immer wieder in ihrem Leben Opfer von Gewalt, Missbrauch und Demütigungen geworden sind, zeigen beispielsweise oft eine eher gebückte, gedrückte Haltung, die sich natürlich irgendwann als manifestierte Erkrankung ausbilden kann und das Skelett bleibende Fehlstellungen aufweist. Weitere Folgeschäden lassen nicht auf sich warten. Die Liste dieser psychosomatischen Symptome und Krankheiten ist lang und sicher werden Sie selbst einige Beispiele kennen und es erschließt sich das, hier beschriebene Lebensprinzip.


Wir unterliegen festgelegten Lebensprinzipien.

Wenn wir unsere Gefühle nicht mehr fühlen wollen, unsere Seele "links liegen lassen", so bekommen wir dies früher oder später über unseren Körper zu spüren. Die Konflikte, die wir in uns tragen, zum Beispiel uns selbst abzulehnen, ob körperlich oder auch Ablehnung für bestimmte Gefühle in uns zu empfinden, wirken sich früher oder später auf körperlicher und auch geistiger Ebene aus. Da Körper, Seele, Geist miteinander verbunden sind, uns als Menschen ausmachen, ist es ein unverarbeitetes Ungleichgewicht ein Teufelskreis. Es entsteht Druck, innere Anspannung, sind im Dauerstress und bieten im Lauf unseres Lebens Kräfte auf Hochleistungssportlerniveau auf, um diesen Konflikt in uns zu unterdrücken, um zu funktionieren.


Wie schaffen wir es eine derartige Kraft zu entwickeln?

Es ist die Kraft, die wir in uns tragen und die eigentlich für den Aufbau unseren Lebens gedacht ist und die uns nun fehlt. Wir wachsen über uns Hinaus, da der Schrecken, den wir versuchen zu verdrängen um ein vielfaches größer zu sein scheint, als der Preis der Flucht vor uns selbst - ein Lebensdrama.

Es ist ein Spiel auf Zeit mit der traurigen Illusion und der Hoffnung dies gewinnen zu können.

Es sind unverarbeitete seelische Konflikte, die wir in der Vergangenheit nicht verarbeiten konnten, da wir zu klein waren, der Rahmen nicht gegeben war und / oder wir uns noch nicht stark genug fühlten. Diese Art von Trauma tragen viele Menschen in sich und sind im Lauf ihres Lebens zu exzellenten Schauspielern vor sich selbst und ihrem Umfeld geworden.

Der Zusammenhang zu dem erlebten Trauma fehlt durch die Verdrängung und die lange Odyssee der Symptomenbehandlung der ausgebildeten Erkrankung oder der andauernden Schieflage des Lebens beginnt.

Die Kraft wir aufbringen, um das Ungewollte, das im Unterbewusstsein verdrängte Leid zu unterdrücken, arbeitet im Lauf des Lebens immer stärker gegen die Verdrängung und der Krieg gegen sich selbst fordert seinen Tribut: wir werden so krank, so dass uns auf diesem Wege das Leid in uns bewusst wird oder ein Schicksalsschlag anderer Art sucht uns heim.


Warum ist das so?

Weil alles Leben auf der Erden nach Leben, Gesundung, Heilung und Weiterentwicklung strebt. Verdrängung bedeutet auf Dauer Krieg gegen sich selbst zu führen und sich und der Verbesserung der eigenen Lebensqualität im Wege zu stehen. Hiermit blockieren wir auch die Weiterentwicklung der Menschheit, denn wir unterliegen nicht nur der körperlichen, sondern auch der seelischen und geistigen Evolution.

Ventile

Oft haben wir verlernt unseren tiefen Gefühlen nachzugeben und ihnen Raum zu geben. Zu oft machen wir diese Öffnung zu uns selbst, aus vergangenen Erfahrungen und Prägungen, an anderen Menschen fest und haben sehr große Angst uns für uns selbst zu öffnen.

Wir haben, als psychosomatisch erkrankte Menschen, in der Regel keine guten Vorbilder gehabt unsere Gefühle auszudrücken und über Ventile rauszulassen, bzw. niemand hat uns einen gesunden Umgang mit unserer Sensibilität gezeigt.

Weinen stellt ein wertvolles Ventil dar, wodurch wir uns erleichtern und mehr spüren können. Und doch fällt es so vielen schwer als erwachsener Mensch zu weinen, lernt man doch, dass man "stark sein" muss. Ebenso sind Wut und Aggression, die ebenfalls zumeist negativ verknüpft werden, konstruktiv und gesund eingesetzt, ein wichtiges und maßgebliches Ventil, um seinem Schmerz Ausdruck zu verleihen und den Stresspegel, der sich gestaut in Autoaggressionserkrankungen oder Erkrankungen mit Selbstzerstörung gezeigt hat, ein Ventil zu geben und wieder zu seiner Kraft zu kommen.


Raum und Zeit für Gefühle

Sicher ist es nicht in jeder Situation gut, seinen ganzen Schmerz kund zu tun. Jedoch brauchen wir Raum und Zeit für unsere Gefühle, da wir sonst nicht aus uns selbst heraus stark sein können, wenn wir doch nicht zu uns und unseren Empfindungen stehen.

Wenn für den Körper Nahrung die Energiequelle ist, so sind es für die Seele Gefühle. Hat man eine verletzte Seele, benötigt dieser Mensch umso mehr liebevolle und tragende Gefühle, die er in der richtigen Therapie, erlernt aus selbst heraus für sich aufzubauen. Denn alles andere führt nur in eine erneute Abhängigkeit und sollte keinen Raum haben. Die Therapie dient dazu die Defizite, die zumeist in Kindheit und Jugend entstanden sind, bewusst zu machen, zu bearbeiten und für sich selbst der selbstbestimmte, starke Mensch zu werden, der man im Kern ist und immer schon war.


Fazit:

Wir sehen es geht darum, die eigenen Gefühle zu spüren, wahrzunehmen und zu bearbeiten, damit diese nicht in Form von Spannungen in unserem Inneren rumoren, um sich dann auf der körperlichen Ebene auszuwirken, weil die Seele den Druck nicht mehr aushält.

Wenn wir unsere Gefühle vernachlässigen "zwingt" uns eine Erkrankung, im wahrsten Sinne des Wortes, "in die Knie", da sich die Spannungen über das Vegetativum (vegetative Nervenfasern) auf den Körper auswirken, wie ein Hochdruck-Kochtopf, bei dem der Deckel sich öffnet. Im Grunde genommen sind wir dann dazu gezwungen uns unserem Seelenleben zu widmen und eben nicht mehr zu funktionieren.

Die Verbindung zwischen Körper und Seele das Genialste, was uns passiert, denn sie kann uns helfen ehrlich zu sein mit uns selbst, zurück zu uns selbst zu finden, zurück zu unserem Herzen und damit zu unserem Leben. Unsere Beschwerden weisen uns den Weg zurück zu uns selbst. Und das ist es doch, wonach jeder sucht: sich mit sich selbst verbunden fühlen aus tiefster Seele.